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Aufzeichnungen / Galaxiegeschichte
Das Universum von Jumpgate Evolution birgt jede Menge Wissen. Hier findest Du öffentlich zugängliche Informationen, die sich rund um die Galaxie erstrecken.

Übertraguns 1: Die Menschheit ist zerbrechlich


Übertragung 1: Die Menschheit ist zerbrechlich

Übertragung 1: Die Menschheit ist zerbrechlich

Wir gehören nicht hierhin. Du weißt das genau so gut wie ich. Wenn du den Rand des besiedelten Weltraums entlang geflogen bist, hast du dasselbe gesehen wie ich. Die Überreste außerirdischer Raumkreuzer, Weltraumgeisterschiffe, die zerschmettert durchs All treiben. Vielleicht hast du versucht, Technologien aus ihren Rümpfen zu bergen, weil du hofftest, ein Teil zu finden, das noch einen Funken Leben in sich birgt. Du könntest ein Asteroidenpirat, ein Vorbote oder ein Söldner sein, der Hilfsbedürftigen Schutz bietet. Das ist mir völlig egal. Octavianer, Quantar, Solrain: Am Rande des Universums sind wir alle nur Menschen. Was immer uns hierher gebracht hat, war nicht von Menschenhand gemacht. Und der Widerhall dieses Krieges könnte uns immer noch vernichten.

Seit einiger Zeit höre ich mir Übertragungen an, die von jenseits des Rands stammen, und in den letzten Monaten wimmelt es darin nur so vor Funksprüchen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Irgendetwas ist dort draußen, etwas unbeschreiblich Böses. Die Überlebenden, mit denen ich gesprochen habe, berichteten von lebendigen Schiffen, die blutrot pulsieren, von finsteren Engeln, die sich mit unglaublichem Geschick und Tempo bewegen. Erinnere dich an die Geschichten aus deiner Kindheit, an das Grauen, das unsere Vorfahren durch die Galaxis trieb, und du weißt, um wen es sich dabei handeln muss – um die Conflux. Nur die Vorsehung hat die Menschheit vor hundert Jahren vor den Conflux bewahrt. Und jetzt hat unser Streben nach Profit und Ruhm diesen uralten Schrecken wieder erweckt. Meiner Meinung ist er die größte Gefahr, die den Menschen droht, aber es ist bei weitem nicht die einzige.

Der Mensch ist sein eigener Feind, weil er sich von Gier und militärischem Ehrgeiz treiben lässt. Mehr denn je müssen wir nun zusammenhalten. Doch was tun wir? Wir bekämpfen uns gegenseitig. Das Imperium und der Staatenbund streiten sich um Sektoren. Piraten überfallen unschuldige Bürger. Die Mächte des Kerns wollen nicht, dass du dir die Geschichten vom Rand anhörst. Verräter nennen sie uns. Verräter, die Gerüchte schüren. Ich glaube, dass das Schicksal des Skein und der Menschheit in unserer Hand liegt. Wir werden erst dann ruhen, wenn wir die Gefahren des Skein, die geheimnisvollen Kräfte am Rand der Galaxis und die tödlichen Bestrebungen der herrschenden Mächte aufgedeckt und publik gemacht haben. Andere denken genau so wie ich, Pfadfinder und Vorboten von allen möglichen Planeten.

Innerhalb der nächsten Woche erwarte ich die Kontaktaufnahme. Meine Berichte werde ich an diesen sicheren Ort hochladen. Hilf uns. Tritt uns bei. Und verbreite die Botschaft. Das uns bekannte Universum ist in Gefahr."


 
Tragischer Inferno Angriff auf Bleackstone PS 100.90.30
Geschrieben von: Krovos   

Tragischer Inferno-Angriff auf Bleakstone: PS 100.9.30

Kern der Solrain (Alana Miklos/TRINN) - Tausende Kolonisten sollen bei einem brutalen Angriff der Inferno auf die orbitalen Einrichtungen von Bleakstone ums Leben gekommen sein. Militärische und zivile Quellen der Solrain-Regierung haben die Vernichtung eines Großteils der Anlagen im Bleakstone-Feld bestätigt. 3.000 Kolonisten sind tot oder als vermisst gemeldet. Die Rettungsoperationen laufen weiter. Die Hoffnung, Überlebende bergen zu können, ist jedoch gering.

Auch Vizeadmiral Jonas Kell, der sich mit einer kleinen Marineeinheit auf einem Kontrollflug in Bleakstone befand, soll mitsamt seinem Stab während des Angriffs gefallen sein.

Der Überfall kam für die Behörden vor Ort wohl nicht völlig überraschend. Ein Beamter der Bleakstone-Kolonialbehörden, der anonym bleiben möchte, erklärte, dass man seit der Katastrophe von Eden mehrfach Verteidigungskräfte vom Rat des Staatenbundes angefordert habe. TRINN bat dazu um den Kommentar eines offiziellen Sprechers der Staatenbund-Marine und erhielt die folgende Antwort: ""Der Kontrollflug von Admiral Kell war Teil eines Sondierungsprojekts. Wir mussten erst die Lage genau einschätzen, bevor wir weitere Kräfte in die Kolonie verlegen konnten. Alle verfügbaren Einheiten werden momentan umgruppiert, damit wir der neuen Bedrohung durch das Inferno Herr werden. Der Kern der Solrain ist zu keiner Zeit in Gefahr gewesen."" Den letzten Satz fügte er hinzu, als im Interview die Bemerkung fiel, dass Bleakstone nur einen Sprung vom Kern der Solrain entfernt liege.

Marineeinheiten und paramilitärische Truppen, die größtenteils vom Kombinat finanziert werden, bereiten sich nun auf die Eröffnung einer neuen Front im Kampf gegen die Inferno-Piraten vor, die sich an der Grenze des Bleakstone-Systems abzeichnet. Der Staatenbund spürt immer noch die Nachwirkungen der Angriffe auf Eden, das mittlerweile als ""Tor zur Hölle"" bezeichnet wird. Nach Bekanntwerden des Überfalls fiel die Aktie der Zelcaner auf dem Offenen Markt des Staatenbundes um 22 % auf 143,2. Der Grund hierfür waren die negativen Auswirkungen dieser neuen Tragödie auf andere Operationen. In einer Pressemitteilung zu diesem Thema kündigte das Kombinat die Rekrutierung eines weiteren Geschwaders für seine Söldnerdivision an. Interessierte Piloten mit Kampferfahrung sollen sich mit einem Kombinatsbüro vor Ort in Verbindung setzen. Die Aktie des Kombinats ging heute mit einem Plus von 8 % bei 201,4 aus dem Handel.

Aus "Reiseführer für das Territorium der Solrain", herausgegeben am 99.4.01 durch die Archivsysteme der Zelcaner


 
TRINN TRI NEWS NETWORK

TRI News Network ist eine unabhängige Tochterfirma des TRI-Konzerns. Das Quasimonopol von TRINN im Nachrichtenbereich wurde ungefähr fünfzig Jahre nach dem Großen Sog etabliert. Zur damaligen Zeit waren die aufkeimenden Kommunikations- und Gate-Netze des TRI-Konzerns die einzige Möglichkeit für die Nationen, untereinander in Kontakt zu bleiben.

Konkurrierende Nachrichtenagenturen wie der Imperiale Informationsdienst oder das Datenverbreitungssystem der Zelcaner beschweren sich regelmäßig, dass TRINN den internationalen Markt beherrsche. Das liege an einem unfairen Prioritätsstatus, der dem Unternehmen innerhalb des Kommunikationsnetzes des TRI-Konzerns eingeräumt werde. Auch die von dem TRI-Konzern unterzeichneten Abkommen und Verträge, die TRINN zur "Netzneutralität" verpflichten, haben diese Vorwürfe nicht verstummen lassen.


 
Der Große Sog
Im Standardkalender aller Fraktionen gibt es ein Jahr Null: Das ist das Jahr, in dem der Große Sog stattfand. Alle Daten werden von diesem Zeitpunkt aus berechnet und oft mit der Abkürzung "PS", also "Post-Sog" versehen. Negative Daten stellen die Jahre vor dem Sog dar.

Eher selten sind die Bezeichnungen TE oder TRI, die sich auf die "TRI-Ära" vor dem Sog beziehen.
 


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