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Geschichte

Die Geschichte der Galaxis und der von ihr beherbergten Nationen ist ein Gemenge aus Gerüchten und Legenden, Fakten und Fiktionen. Piloten, die sich in diesem Informationswirrwarr zurechtfinden, haben eine gute Chance voranzukommen und zu überleben. Darüber hinaus wird die Historie selbstverständlich fortgeschrieben: Noch sind viele Geschichten zu erzählen, und zahlreiche Legenden warten darauf, entdeckt zu erwerden.


 
Die Uralte Geschichte
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DER GROSSE SOG

Vor nicht einmal hundert Jahren führte die Menschheit einen Krieg gegen eine äußerst brutale außerirdische Spezies, die nur unter dem Namen Conflux bekannt war. Die Gründe für diese Auseinandersetzung liegen im Dunkeln. Kein Schiff der Conflux hat jemals auf einen Kommunikationsversuch reagiert. Die Aliens waren ausschließlich daran interessiert, ihre Gegner abzuschlachten. Die Verlustzahlen schossen in die Höhe. Legenden zufolge strahlten die umkämpften brennenden Planeten heller als die Sterne selber. Die einen glauben, dass die Menschen die Conflux irgendwann besiegt hätten; andere wiederum sind sicher, dass diese kurz vor der Ausrottung standen. Was wirklich geschah, wird nie jemand erfahren.

Als sich die restlichen Einheiten der Alliierten an ihren verbliebenen Planeten sammelten, tauchte eine riesige Hand aus dem Nichts auf und begann daran zu ziehen. Dieser Vorgang erhielt die Bezeichnung "Der Große Sog". Er sollte das Schicksal der Menschen für immer verändern. Schiffe, Raumstationen und sogar einige Planeten wurden durch das Universum gesaugt. Welten wurden im All verteilt, und selbst wenn man gewusst hätte, wo sie gelandet waren, hätten sich die Entfernungen zwischen ihnen als zu groß erwiesen. Mit Unterlichtgeschwindigkeit waren sie nicht mehr zu erreichen.

Die Überlebenden passten sich an, doch nichts blieb so, wie es einmal gewesen war. Die Octavianer hegten die Erinnerung an ihre Vorfahren und ihr Imperium, doch ihre alte Gesellschaft war untergegangen. Ein neuer Octavius stieg aus deren Asche empor. Nach der kosmischen Katastrophe zerfiel der Glaube der Quantar, und die Solrain schmiedeten einen Staatenbund, um nicht vom selben Schicksal ereilt zu werden.

Der TRI-Konzern konnte gerade noch rechtzeitig eine neue Sprungtechnik perfektionieren und stellte den Kontakt zwischen den Nationen mittels eines Netzwerks wieder her, das den Namen "Skein" erhielt. Die Menschheit hat den Krieg mit den Conflux und den Großen Sog überlebt, doch viele Fragen wurden immer noch nicht beantwortet. Die meisten Archäologen und Wissenschaftler sind der Meinung, dass der Große Sog das Werk einer außerirdischen Rasse namens Amananth war und die Menschen in die Heimatgalaxis dieser Aliens transportiert hat. Doch die Amananth gibt es schon lange nicht mehr.

Forscher entdeckten verlassene Stationen und offenbar im Kampf zerstörte Raumschiffe dieser Spezies. Wer oder was hat die Amananth vernichtet? Hat der Große Sog die Menschheit gerettet? Oder ihren Untergang nur aufgeschoben?

 

 

DAS SKEIN


Vor dreißig Jahren perfektionierte der TRI-Konzern die moderne Jumpgate-Technologie und stellte die alten Handelsrouten und Kommunikationswege zwischen den verschobenen Welten und ihren neuen Kolonien wieder her. Generationen lang reiste man mit Unterlichtgeschwindigkeit zwischen den Sektoren hin und her. Das mühsame Annähern an Ziele in diesem Schneckentempo ist nunmehr Vergangenheit.
Glücklicherweise gibt es jetzt Jumpgates.
Hier nutzt man Anomalien des Raums (so genannte "Sprungkeime") und schickt ein Schiff zum Brückenschlagen durch ein vorhandenes Tor. Dieses "Saatschiff" kann erst dann wieder an seinen Ausgangspunkt zurückkehren oder kommunizieren, wenn das Tor fertig gestellt ist. Dieser Vorgang kann Wochen dauern.
Die Konstrukteure der Jumpgates nennt man auch "Vorboten". Ihre Arbeit ist sehr gefährlich: Verschwindet ein Team, weiß man nicht, ob es durch Feindkräfte vernichtet wurde oder einfach auf der Durchreise verloren gegangen ist. Sobald das Tor steht, lässt es sich in beide Richtungen benutzen.
Aufgrund der Natur dieses Systems ist der bewohnte Weltraum kein zusammenhängendes Gebiet. Man muss ihn sich eher wie ein Haufen Kieselsteine vorstellen, die auf dem Grund eines Wasserbeckens verstreut liegen und durch hauchdünne Fäden miteinander verbunden sind. Auch dieses Netzwerk hat einen Namen: das Skein.
Sektoren, die dauerhaft von Menschen besiedelt werden, gehören zum so genannten Kern. Dieser wird in der Zeit nach dem Sog von drei unterschiedlichen Kulturen beherrscht. Die meisten Schiffe, denen man im Skein begegnet, fahren unter der Flagge des Octavianischen Imperiums, des Staatenbunds der Solrain oder des Pfads der Quantar. Das Hyperianische Protektorat war eine bedeutende Macht vor dem Sog, und es gibt auch eine hyperianische Raumstation im Kern, doch bisher wurde kein hyperianischer Planet im Skein entdeckt.
TRI schlägt permanent neue Brücken in die Finsternis. Alle neu entdeckten oder unbesiedelten Sektoren des Alls gehören zum "Rand". Diesen zu bereisen ist gefährlich, aber wer das Risiko auf sich nimmt, kann unermesslich reich belohnt werden. Angeblich lauern in der Finsternis jedoch Gefahren, die viel größer sind, als solche, die Piloten durch Asteroiden und Piraten drohen Sind die Conflux zurückgekehrt? Oder wartet jenseits des Randes noch etwas viel Schlimmeres auf mutige Entdecker?


 
Mit Solrains Augen
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Diese Sterne sind nicht die unseren. Die Menschheit wurde weit weg von hier geboren, an einem Ort, den wir nur aus Legenden kennen. Ihr kennt die Geschichte der Kolonisierung, ihr habt von dem Großen Zusammenbruch gehört, der die Menschen voneinander trennte, und ihr wisst, was sie wieder vereinte - das Jumpgate.
Doch diese Geschichte nahm kein glückliches Ende. Selbst als die Menschheit wieder vereint war, krochen die Conflux aus den Rissen zwischen den Sternen hervor und begannen mit ihrem vernichtenden Großangriff auf uns Erdenkinder. Der Verlauf dieses Konflikts ist größtenteils unbekannt, aber wir wissen, wie er endete.
Als unsere Helden sich zum letzten Gefecht rüsteten, wurden unsere Planeten aus dem All gerissen und durch das Universum geschleudert. Das war das Werk einer außerirdischen Rasse namens Amananth. Die Gründe für ihr Vorgehen sind unklar geblieben. Manche hielten es für einen Gnadenakt, den Versuch, wenigstens einen Teil der menschlichen Rasse vor dem Aussterben zu bewahren. Andere nannten es Heimtücke, einen teuflischen Plan, mit dem ein Rivale ausgemerzt werden sollte.
Was immer ihr Motiv gewesen sein mag: Die Amananth besetzen je einen Planeten der vier Großmächte der Menschen. Das waren die stolzen Octavii, die tapferen Solrain, die geheimnisvollen Quantar und die grausamen Hyperianer.

Chaos kam über die Welten. Die Bewohner der Planeten hatten Angst. Sie waren isoliert. Und als der Kontakt zwischen ihnen wiederhergestellt wurde, geschah dies mit Feuer und Schwert. In den letzten zehn Jahren herrschte ein instabiler Frieden, der jedoch mit jedem weiteren Tag brüchiger wird. Zahlreiche Senatoren der Octavianer verlangen eine Entscheidungsschlacht.
Die Hyperianer sehen dem Treiben aus dem Halbdunkeln zu. Niemand weiß, was ihr Begehr ist.
Die Piraten werden von Tag zu Tag wagemutiger. Und am schlimmsten sind die Gespenstergeschichten. In bestimmten Sektoren des Weltraums wimmelt es von Wracks riesiger Raumschiffe und Splittern längst vergangener Planeten. Lange bevor wir diese Gebiete entdeckten, wurde dort ein Krieg ausgefochten, der alles übertraf, was die Menschheit je an Konflikten erlebt hat. Auf diesen alten Schlachtfeldern befindet sich wertvolles Strandgut, aber dessen Bergung scheint nicht ungefährlich zu sein. Die Zahl der verschwundenen Schatzsucher ist dramatisch gestiegen.
Manche schreiben das dem Werk der Conflux zu, die angeblich das vollenden wollen, was sie vor einem Jahrhundert und in einer anderen Galaxis begonnen haben. Andere glauben, es handele sich um noch Schlimmeres: Eine uralte böse Macht, die sich dort nicht erst seit hundert Jahren tummelt.
*

Seit dem Sog sind nun 99 Jahre vergangen. Die Nationen der Menschen stehen kurz vor einem Krieg, und ich fürchte, dass uns eine noch größere Gefahr droht. Dieses Zeitalter ist für Helden gemacht, für tapfere Krieger, welche die finsteren Ecken des Alls durchkämmen und sich den tiefsten Abgründen unserer Existenz stellen. Unsere Vorfahren wurden nicht unter diesen Sternen geboren. Unsere Kinder aber werden deren Licht erblicken. Wohlan, Piloten.

Euer Schicksal erwartet euch.

- Dharan Gal bei seiner Ansprache an der Akademie des Staatenbunds

 


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